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Sprachschulen: Schnell Englisch lernen?

Fremdprachen lernt man entweder bewusst, beispielsweise während der Kindheit und Jugend im 1. Bildungsweg oder wenn man als Erwachsener an einem Sprachkurs teilnimmt. Aber man kann, wenn man über die notwendige Disziplin verfügt, sich eine Fremdsprache auch autodidaktisch beibringen. Innerhalb einer Klasse oder in einem Gruppenkurs erscheint es vielen jedoch einfacher eine Sprache zu erlernen, weil dort die Interaktion gegeben ist. Man kann miteinander kommunizieren und der Lehrer oder Sprachtrainer kann direkt auf Fehler aufmerksam machen, bevor sie sich vertiefen.

Insoweit man sich in späteren Jahren eine neue Fremdsprachen aneignen möchte, bieten sich neben Sprachkursen an der Volkshochschule, aber auch private Bildungseinrichtungen an. Es gibt eine große Auswahl. Bei der Suche nach dem idealen Sprachkurs sollte man zunächst in Erfahrung bringen, welcher Lerntyp man ist. Denn wer sich genau richtig in einen Sprachkurs an der örtlichen Volkshochschule fühlt, der ist vielleicht nicht unbedingt der ideale Teilnehmer an einem Sprachkurs, der als Crashkurs angeboten wird.

Erst wenn man also selbst oder mit der Hilfe von kritischen Freunden analysiert hat, was für ein Lerntyp man ist, sollte man sich festlegen, ob man zu einem Sprachkurs tendiert, der sich über einen längeren Zeitraum streckt oder ob man sich doch eher für einen Crashkurs entscheiden möchte. Danach, wenn der eigene Lerntyp herausgefunden ist, sollte man sich auf die Suche nach dem passenden Anbieter machen, wobei auch hier zu wissen wichtig ist, dass es signifikante Unterschiede sogar bei Anbietern von Crashkursen gibt.

Denn die meisten Sprachschulen, die Crashkurse für Fremdsprachen anbieten, rühmen sich meist ihre eigene Lehrmethode entwickelt zu haben. Abgesehen von der eher für Sie als Endverbraucher zu vernachlässigende Frage, ob die Sprachschule, die sich als Urheber der von ihr beworbenen Lehrmethode darstellt, auch wirklich das Original ist, ist es für Sie von viel entscheidender Bedeutung, ob die fragliche Lehrmethode auch ihre ideale Lernmethode ist.

Selbst wenn Sie grundsätzlich dazu prädestiniert sein sollten, eine Fremdsprache wie beispielsweise Englisch schnell lernen zu können, muss dies nicht bedeuten, dass Sie mit jeder Methode erfolgreich schnell lernen können. Ganz im Gegenteil, es können sich sogar Lernblockaden einstellen, wenn eine falsche Methode angewandt wird. Das gleiche gilt übrigens für den Fall, wenn eine gute und erfolgreiche Lernmethode eine Fremdsprache schnell zu erlernen von einer Sprachschule respektive dem eingesetzten Sprachlehrer nicht korrekt umgesetzt wird.


Letztgenanntes ist an Sprachschulen nicht selten der Fall, die dazu tendieren, Sprachtrainer mit Dumpinglöhnen zu bezahlen. Eine solche Sprachschule, die ihre Sprachdozenten nicht angemessen bezahlt, setzt in aller Regel auch keine guten Sprachlehrer ein. Denn für gewöhnlich sind sehr gute Sprachtrainer auch über Monate im voraus ausgebucht und nicht auf Sprachschulen angewiesen, die ihre Mitarbeiter mit Hungerlöhnen abspeisen möchten.

Wenn man also schon erkundet hat, ob man eher der langsamere und gemütlichere VHS-Typ oder doch lieber der Crashkurs-Typ ist, dann muss man nur noch die für einen verträgliche Methode - um schnell eine Fremdsprache lernen zu können – herausfinden. Wenn dies ebenfalls schon geschehen ist, dann kann man nach einer Sprachschule Ausschau halten, die genau diese Lehrmethode, also die für Sie richtige Lernmethode, als Crashkurs anbietet.

Eine Sprachschule, die schon länger auf dem Bildungsmarkt agiert, sollte wenigstens schon über einige gute Referenzen verfügen können. Ist dies nicht der Fall, informieren Sie sich genauer. Selbst wenn eine Sprachschule mit den allerbesten Referenzen prahlt, bedeutet dies nicht, dass die Angaben am Ende auch stimmen. So sollten alle Alarmglocken angehen, wenn beispielsweise eine gerade gegründete Sprachschule auf ihrer Homepage mit Slogans wie „Erfolgreich Englisch lernen – seit über 10 Jahren“ wirbt.

Noch nicht einmal der Name der Sprachschule in einem sieben Jahre alten Zeitungsartikel muss etwas bedeuten. So warb lange Zeit eine Sprachschule in Berlin damit, über die fragliche Sprachschule habe es schon sehr viele Medienberichte gegeben. Tatsächlich war es aber so, dass die Berichte über eine Sprachschule handelten, die schon vor einigen Jahren Pleite gegangen war. Die Sprachschule, die nun plötzlich diese alten positiven Presseberichte von damals für sich proklamierte, hatte einfach nur den gleichen Namen beim Handelsregister gewählt. Denn die alte Sprachschule war ja mangels Masse aus dem Handelsregister gelöscht, so dass niemand mehr Unterlassungsansprüche hatte.

Deshalb sollte man gerade bei einer Sprachschule mit vermeintlich besten Referenzen besonders kritisch sein, wenn man von der betroffenen Sprachschule zuvor noch nie etwas gehört hat. Eine Sprachschule, die schon mit frei erfundenen Referenzen auf Kundenfang geht, ist auch zuzutrauen, dass sie eine mangelhafte Leistung erbringen wird. Oftmals fordern derartige Sprachkursanbieter auch ganz dreist Vorkasse. In dem Fall ist in seltenen Fällen zu befürchten, dass sie am Ende vielleicht sogar gar keinen Sprachkurs erhalten und der Sprachkurs immer und immer wieder mit fadenscheinigen Argumenten „verschoben“ wird.

Erkundigen Sie sich also über die Sprachschule Ihrer Wahl, wenn die Sprachschule Vorkasse verlangen sollte. Über die „schwarzen Schafe“ finden sich häufig entsprechende kritische Texte von geprellten Kursteilnehmern im Internet. Bei „frischen“ Sprachschulen, die von Existenzgründern eröffnet worden sind, kann man ebenfalls versuchen etwas in Erfahrung zu bringen, wenn man beispielsweise die Namen der Geschäftsführer oder Gesellschafter respektive Inhaber abfragt. Wer im Internet als Pleitegeier verschrien ist, den sollten Sie nicht auch noch Vorkasse für den versprochenen Sprachkurs leisten.

Selbst eine scheinbar seriöse Sprachschule kann sich doch als Luftnummer erweisen, selbst wenn sie im Mantel einer scheinbar seriösen Kapitalgesellschaft daherkommt. Wenn Sie noch nichts von der Sprachschule gehört haben sollten, aber die Sprachschule auf Vorkasse schon Wochen im Vorfeld des Sprachkurses pocht, sollten Sie vielleicht besser ebenso im Vorfeld prüfen, ob nicht ein Mitglied im Aufsichtsrat oder ein Gesellschafter der Sprachschule nicht schon eine Insolvenz hinter sich hat. Wenn die kostenlose Recherche bei www.genios.de entprechende Anhaltspunkte liefert, würde dies nämlich auch nichts gutes bedeuten.


Am besten ist man beraten, wenn man die Sprachschule für seinen Sprachkurs erst bei Beginn bezahlt und falls Vorkasse, dann allenfalls einen Anteil. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit seinen Sprachkurs bei einem Rechtsanwalt oder Notar treuhänderisch im Vorfeld zu bezahlen. Der Sprachkurs-Schüler hat dann zumindest die Garantie, dass er sein Geld wieder sieht, wenn der Sprachkurs ausfallen sollte. Aber auch die Sprachschule kann sicher sein, den Sprachkurs nicht umsonst erbracht zu haben. Das ist vielleicht sogar des beste Weg auf dem man sich in einer Zeit einigen sollten, wo es nicht mehr so selten als noch vor einigen Jahren vorkommt, das Sprachschulen in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

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